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Oasen von Ägypten
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Die Oasen von Ägypten entdecken

Oasen in Ägypten allgemein

Das Wort "Oase" wird oft gebraucht, um einen Ort zu beschreiben, an dem man die Alltagssorgen vergessen, sich entspannen und geistig erneuern kann. Genau das sind die Oasen Ägyptens: unverdorbene Zufluchtsorte vor der modernen Welt, Zivilisationsnester inmitten dramatischer Wüstenlandschaft. Umgeben von Sand und Himmel bieten die Oasen ein Gefühl der Zeitlosigkeit, das im 20. Jahrhundert selten geworden ist. Mensch und Natur leben hier zusammen seit der Steinzeit, doch die Sterne, Gesteinsformationen und Sanddünen lassen sich mit unseren Kalendern nicht berechnen.
Das Wort "Oase" stammt aus dem Ägyptischen (von dem koptischen Wort ouahe), und die ägyptischen Oasen sind noch immer die abwechslungsreichsten der Welt. Falls Sie Abenteuer und Spannung suchen, erforschen Sie die majestätische Wüste per Geländewagen oder Kamel, verbringen Sie eine Nacht unter dem Sternenhimmel und nehmen Sie ein morgendliches Bad in den heißen Quellen.
Lassen Sie Ihre persönliche Oase entstehen, durch den nächtlichen Himmel und die schweigende Umgebung - ein innerer Friede, den Sie mit nach Hause nehmen können.


Die Oasen Ägyptens
 

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Die Oase Fayoum : "Die Knospe am Stengel des Nils"

Diese Senke liegt rund 100 km südwestlich von Kairo. Der Quarun-See, der von einem Seitenarm des Nil gespeist wird, versorgt die Oase mit Nilwasser. Al-Fajoum war zu Zeit der Pharaonen einer der zwanzig oberägyptischen Bezirke. Sehenswürdigkeiten aus pharaonischer, griechisch-römischer oder koptischer und islamischer Zeit können ebenfalls besichtigt werden. Das Wahrzeichen dieser Oase sind aber die alten Wasserräder, die zur Bewässerung der Felder dienen.

Das Fayoum ist keine wirkliche Oase, da es vom Nilwasser abhängt, und nicht von unterirdischen Quellen gespeist wird: der antike Bahr Youssef Kanal fließt mitten durch das Städtchen Fayoum und bringt Wasser für die Bewässerung der Felder. Der Name Fayoum kommt von dem pharaonischen Wort "Bayoum", was "das Meer" bedeutete, nach dem großen Binnensee, der heute als Karunsee bekannt ist.
Die Oase ist weniger als zwei Autostunden von Kairo entfernt, und bekannt für ihr ganzjährig mildes Klima. Berühmt sind die zahlreichen Wasserräder, die im 3. Jahrhundert AD von den Ptolemäern eingeführt wurden, und der äußerst fruchtbare Oasenboden. Baumwolle, Klee, Tomaten, Heilpflanzen, und Obst, - alles wächst hier! Auf dem Markt der Provinzhauptstadt werden Kupferwaren, Gewürze und Goldschmuck verkauft, einmal in der Woche findet ferner ein Markt speziell für Töpferwaren statt. Gegenüber vom Markt steht auf fünf Pfeilern die Hängende Moschee.
Das Fayoum ist seit pharaonischer Zeit berühmt als Jagdgebiet. Damals war Krokodilopolis, das Zentrum des Sobekkultes, Hauptstadt der Oase. Der Legende zufolge wurde die Frau des Pharao Menes auf einem Jagdausflug in den Marschen des Fayoum von einem Krokodil gerettet. Fortan wurden die Krokodile im Heiligen See gefüttert und von den Priestern des Kultes angebetet. Es gibt zahlreiche pharaonische Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, so zum Beispiel einen Obelisken aus roten Granit, die Pyramiden von Lahoun und Hawara, gebaut von Sensuret I, und die Ruinen des antiken Karanis, wo man zelten und das kleine Museum besuchen kann.
Um den See herum befinden sich kleine Siedlungen halb-sesshafter Beduinenstämme und Fischerdörfer, die Seeufer sind ebenfalls bevölkert von zahlreichen Vogelarten. Hier, am Rande der Wüste, können Sie segeln, windsurfen, schwimmen oder fischen. Zu den natürlichen Sehenswürdigkeiten der Oase zählen ferner die heißen Quellen von Am el-Siliyin, wo Sie baden können, und der Wasserfall des Wady Rayan, wo Sie schwimmen und picknicken können.

Foto Fayoum
Fayoum
Foto Fayoum
 
MalereiLandschaftSee
 

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Die Oasen im Neuen Tal

Die vier Oasen des Neuen Tals liegen entlang eines ausgetrockneten, prähistorischen Nilarms, und beziehen ihr Wasser von Quellen und Brunnen, die die Unterwasserreserven unter dem Wüstensand anzapfen. Diese Oasen, die voneinander und von der restlichen Welt völlig abgeschnitten sind, sind erst seit den Achtziger Jahren für Touristen erreichbar.

Oasen im Neuen TalOasen im Neuen TalOasen im Neuen Tal

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Die Oase Bahariya

Die Oase Bahariya befindet sich in einer Senkung, die über 2.000 m² umfasst, und umgeben ist von schwarzen Hügeln aus eisenhaltigen Quarz und Dolorit. Die meisten Dörfer und bestellten Felder können von der Spitze des 50 Meter hohen Gebel al-Mi'ysrah aus gesehen werden. Die Oase BahariyaMan sieht ebenfalls die massiven Sanddünen, die einige der älteren Siedlungen zu verschlingen drohen. Hier leben zahlreiche wilde Tiere, vor allem Vögel. Angebaut werden unter anderem Datteln, Oliven, Aprikosen, Reis und Mais, wobei die Anbaufläche nur einen geringen Teil der Oase ausmacht. Das größte Dorf der Oase heißt Bawiti. Das malerische Hügelviertel der Ortschaft blickt auf saftige Palmengärten, die von Wasser des Ain al-Beschmo gespeist werden, einer Quelle, die in römischer Zeit in den Stein gehauen wurde, und 30 Grad heißes Wasser sprudelt. Das benachbarte Dorf al-Qasr wurde über einem Tempel der 26. Dynastie errichtet. In der Nähe können Sie bemalte Gräber aus derselben Epoche sehen. Baharyia ist bekannt für seine Mineral-und Schwefelquellen, darunter Bir Mathar und Bir al-Ghaba. Unternehmen Sie Tagesausflüge in die Wüste, und verbringen Sie die Abende entspannt im Kaffeehaus, rauchen Sie eine Schischa, lauschen Sie authentischer Beduinenmusik. Dem Reisenden bietet sich nun die Wahl entweder über eine neue Straße nach Siwa weiterzufahren, oder durch die Weiße Wüste nach Farafra zu fahren.

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Die Weiße Wüste

Die Weiße WüsteDie Weiße Wüste"Die Sterne sprechen von der Unbedeutsamkeit des Menschen in der langen Ewigkeit der Zeit, die Wüste spricht von seiner Unbedeutsamkeit hier und jetzt."
Kein Besucher der westlichen Wüste sollte einen Besuch der Weißen Wüste missen. Wer von Bahariya kommt, wird durch die schwarze Wüste fahren, vorbei an drei kleinen Oasen. In der Nähe befinden sich einige römische Ruinen, darunter eine Kirche mit koptischen Inschriften. Bahariya und Farafra sind getrennt durch eine Kette beeindruckender und fotogener Sanddünen. Kurz nach dem Sillimpass beginnt die Weiße Wüste, eine einmalige Landschaft verwitterter, surreal anmutender Gesteinsformationen, die besonders beeindruckt bei Sonnenauf- der Untergang. An mondlosen Abenden kann man vom Lagerfeuer aus die Milchstrasse bewundern, während Sternschnuppen den Himmel beleuchten. Ausflüge per Kamel oder Geländewagen inklusive einer warmen Mahlzeit können von Farafra aus arrangiert werden.

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Die Oase Farafra

Die Oase Farafra, ni pharaonischer Zeit als Ta-iht oder Land der Kuh bekannt, besteht aus einem einzigen Dorf, und gilt als Isolierteste aller Oasen der westlichen Wüste.Die Oase Farafra Ihre Bewohner sind bekannt für ihre strenge Einhaltung der Traditionen und ihre Gläubigkeit. So heißt es, die Dorfbewohner hätten einmal die Zeit vergessen. Sie sandten daraufhin eigens einen Reiter nach Dakhla, damit sie das Freitagsgebet zu rechten Zeit halten konnten. Der älteste Teil des Dorfes befindet sich am Fuß eines Hügels, neben ummauerten Palmgärten. Einen kurzen Ritt entfernt liegen die Schwefelquellen von Bir Setta, und im Mi-fid Teich können Sie ein Bad nehmen. Wie in den anderen Oasen auch, sind die Häuser blau getüncht, (zum Schutz vor dem bösen Blick). Viele sind zusätzlich noch bemalt mit Landschaften, Tieren und Keramiken, das Werk des einheimischen Künstlers Badr. In seinem Haus können Sie seine Werke bewundern. Ein weiterer Einheimischer, bekannt als "Mr Socks" verkauft wunderschöne handgestrickte Kamelhaarpullover. Tagesausflüge per Geländewagen und Kamelausflüge in die Weiße Wüste, nach Bahariya, Dakhla und Siwa können organisiert werden.

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Die Oase Dakhla

Die Oase Dakhla besteht aus 14 Ortschaften. Der nördliche Horizont der Oase ist von einer Wand aus rosenfarbigen Stein abgesteckt. Felder voll Reis und Erdnüssen, Gärten mit Obstbäumen trotzen den Sanddünen zwischen Kharga und Farafara, eine Gegend von unbeschreiblicher natürlicher Schönheit. In der Hauptstadt Mut, benannt nach der antiken Göttin der Triade von Theben, befindet sich das Heimatmuseum, ein traditionelles Haus mit einem raffinierten hölzernen Kombinationsschloss. Tonfiguren zeigen verschiedene Aspekte lokaler Kultur und Familienlebens. Al-Kasr, etwa 35 km von Mut entfernt, war ursprünglich eine römische Siedlung, und wurde im Mittelalter Hauptstadt der Oase. Die Altstadt ist ein einziges Labyrinth aus engen Gassen, gesäumt von Lehmhäusern mit fein geschnitzten Holzverzierungen. Sehenswert ist auch die Moschee aus der Ayoubidenzeit. Vom Dach der Madrasa aus dem zehnten Jahrhundert haben Sie einen bezaubernden Blick auf die Umgebung. Auf dem Rückweg nach Mut bietet sich ein Picknick am Bir Al-Gabal, einem von Palmen umgebenen Salzsee an.
Weitere Tagesausflüge von Mut aus sind die AI-Muzawaka Gräber aus dem 1. Jahrhundert, und das Deir El-Hagar, ein Tempel, der ursprünglich der Triade von Theben geweiht war, und später von den Römern neu errichtet wurde. Nach der Tempelbesichtigung können Sie ein Bad in den in der Nähe gelegenen heißen Schwefelquellen nehmen. Besuchen Sie auch die römischen Gräber in Baschendi, und versäumen Sie nicht einen Besuch der Teppichweberei, wo Teppiche mit Alltagsszenen aus dem Oasenleben gewoben werden. In dem in der Nähe gelegenen Dorf Balaat, einem wichtigen Handelsposten mit dem antiken Nubien graben Archäologen derzeit dutzende Mastabas aus der sechsten Dynastie aus.

Die Oase DakhlaDie Oase DakhlaDie Oase Dakhla

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Die Oase Kharga

Kharga war einst die vorletzte Station auf der "Strasse der Vierzig Tage", der berüchtigten Sklavenhandelsroute zwischen Nordafrika und dem tropischen Süden. Heute ist Kharga die größte der Oasen des Neuen Tals. ln der Hauptstadt wohnen etwa 60.000 Menschen, darunter über 1.000 Nubier, die nach dem Bau des Nasser Staudamms hier angesiedelt wurden.
Die Oase Kharga Außerhalb des Stadtzentrums befindet sich der Hibistempel, der an der Stätte einer Siedlung der Perser und Ptolemäer errichtet wurde. Der Tempel aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. zählt zu den wenigen persischen Monumenten in Ägypten und ist gut erhalten. Falken und riesige Wandreliefs, die Darius bei der Begrüßung der ägyptischen Götter darstellen, zieren die Außenmauern des Tempels. Zehn Kilometer entfernt liegt die antike Nekropolis von Bagawat, mit 263 Lehmziegelkapellen, von denen einige koptische Wandmalereien aufweisen, darunter die Friedenskapelle mit Darstellungen Adams und Evas und der Arche Noah, und die Exoduskapelle, die die Verfolgung der Juden unter Leitung Moses durch pharaonische Truppen zeigt. Zu den pharaonischen Altertümern der Oase zählen der Al-Ghuwaytah Tempel aus dem Jahr 522 v. Chr., und der Amenebis Tempel.
Die Thermalquellen in den Dörfern Bulaq und Nasser sind berühmt wegen ihrer Temperaturen, die bis auf 43 Grad Celsius steigen. Das Wasser soll besonders bei Rheuma und Allergien heilend wirken. Weiter im Süden befindet sich die Oase Baris, die zweitgrößte Ortschaft Khargas. Kurz davor ist ein unvollendetes Wohnprojekt des Architekten Hassan Fathy im traditionellen nubischen Baustil. Die einheimische Bevölkerung weigerte sich, einzuziehen, wegen der Ähnlichkeit der Häuser zu Grabbauten. Zu den Altertümern zählt der Tempel von Dusch. Der Name ist von der antiken sudanesischer Hauptstadt. Kusch abgeleitet, die rege Handelsbeziehungen zu Ägypten pflegte. Archäologen graben derzeit die antike Stadt Kysis aus, zu der der Tempel gehörte. Ein feines Netzwerk deutet darauf hin, dass Kysis verlassen wurde, als die unterirdischen Wasserquellen versiegten. Wann das war, ist indes noch unklar.

Die Oase KhargaDie Oase KhargaDie Oase Kharga

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Die Oase Siwa

Diese Oase liegt rund 630 km westlich von Kairo und liegt nahe der libyschen Grenze. Sie ist bekannt für die ausgedehnten Dattel- und Olivenhaine. Natürliche Wasserquellen erhalten das Leben und die umgebenden Berge bieten Schutz vor Wüstenstürmen.
Siwa war bis vor kurzem die unerreichbarste aller ägyptischen Oasen, es ist zugleich auch eine der faszinierendsten Oasen des Landes. Am Rande des großen Sandmeeres gelegen, blickt die Oase auf eine bewegte Geschichte, darunter den Besuch Alexander des Großen, der hier 331 v.Chr. das Orakel befragte. Die Oasenbevölkerung hat ihre eigene Kultur und spricht Siwi, einen Berberdialekt. Viele Frauen tragen noch heute traditionelle Kleidung und Silberschmuck, wie er im lokalen Museum im Stadtzentrum zur Schau gestellt ist. Siwa ist nach wie vor einer der besten Orte um Schmuck, Teppiche, Körbe und traditionelle Kleider und Kopfschmuck mit antiken Münzen zu kaufen.
Die ursprüngliche Siedlung hieß Aghurmi, 1203 wurde dann Shali gegründet. Die Häuser waren aus mit Salz imprägnierten Lehmziegeln, so genannten Kharsif gebaut, und die festungsartige Siedlung wuchs in die Höhe statt in die Breite. Das moderne Siwa liegt unterhalb Shali, inmitten dicht bewachsener Palmgärten, Obstbaum- und Olivenhainen, Süßwasserquelle und Salzseen. Von der verlassenen Altstadt aus haben sie einen hervorragenden Blick auf die gesamte Oase. Für Ausflüge in die Umgebung und zu den Badequellen können Sie ein Fahrrad oder einen Eselskarren mieten. Sehenswert sind unter Anderem die Gräber am Gebel Mawtaaus der 26. Dynastie und der Orakeltempel, der um 550 v. Chr. erbaut wurde. In der Nahe befindet sich ein Amuntempel und das berühmte Bad der Kleopatra, ein tiefes Becken in dem Sie baden können. Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist die Insel Fatnis, auf dem Salzsee Birket Siwa.

Wichtigste Sehenswürdigkeiten:

Orakel von Aghurmi
An diesem, bereits in der Antike hoch gelobten Orakelplatz, ließ sich 331 v.Chr. Alexander der Große als Sohn des Zeus-Ammon bestätigen.

Amon Tempel
Von Nektanebes II. in der 30. Dynastie errichtet, hielt man ihn lange für die Orakelstätte. Es sind noch einige interessante Hochreliefs erhalten.

Felsengräber
Diese Gräber liegen am so genannten Berg der Toten und stammen aus der 26. - 30. Dynastie. Der Mischstil der wenigen, fremdartigen Darstellungen und der Fernblick über die Oase, lohnen den Besuch.

Zu erreichen ist die Oase von Alexandria mit dem Bus über Marsa Matruh.

Die Oase SiwaDie Oase SiwaDie Oase Siwa

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